Das neue Semester läuft nun schon die zweite Woche und die Routine des vorherigen Semester stellt sich langsam wieder ein. Zwar haben sich die Module geändert. Ich habe nicht nur die Pflichtmodule, sondern auch meine ersten Wahlmodule. Das Semester wird etwas auseinander gerupft. Ich habe meine Module nur noch mit bestimmten Leuten. Wir sitzen in Seminaren, die sich anfühlen wie kleine Schulklassen. Aber eigentlich sind die Leute und die Module das, worauf ich mich am Studieren am meisten freue. Die Atmosphäre ist das allerschönste. Doch ich sitze wieder in den Vorlesungen und höre mir Stunde um Stunde die Lehren der Professoren an. Sie sprechen neue Dinge an, auch interessante Dinge und sie sprechen Dinge an, die ich schon wissen müsste, weil sie im letzten Semester thematisiert worden sind. Doch ich merke, dass ich es nicht mehr weiß. Wir kommen einige Stichworte bekannt vor, aber mich konkret erinnere ich mich nicht mehr daran. Wenn mir das bewusst wird, überkommt mich so ein Gefühl. Ein Gefühl was mich dazu bringt zu verzweifeln. Ich fühle mich oftmals so unwissend. Wenn ich dann in einem Umfeld sitze, was alles aus der hinterletzten Kammer des Gehirns kramen können, schäme ich mich nur. Am liebsten würde ich im Erdboden versinken und alles hinschmeißen. Dieses Gefühl ist so unbeschreiblich. Man fühlt sich so dumm. Kommt nicht mit dem Stoff hinterher. Lässt sich Thematiken dreimal erklären und versteht es immer noch nicht. Sich an Büchern schlau zu lesen geht auch eher nach hinten los, weil man dort noch weniger versteht. Ich kann es einfach nicht und ich kann es einfach nicht alleine. Aber dann habe ich ein Lied von einer Freundin Geschenk bekommen. Ein Song der Band Großstadtgeflüster. Ich habe es mir angehört und es tat mir gut. Der Song heißt "Fehler". Der Text passt einfach diese eine Stimmung von mir, die mir mein Selbstvertrauen nimmt. Hier mal ein bisschen Lyriks :)
Ich weiß nicht wirklich was du denkst, doch du verschenkst wertvolle Zeit.
Wenn du.. Wenn du dich ständig selber fragst ob das was du sagst in anderen Köpfen verweilt.
Du betrachtest, aber siehst dich nicht. ...
Warum verstehst du nicht, dass du nie sehen wirst wie schön du bist so wie du bist?
Wenn du immer nur von deinen Fehlern sprichst und du nie sehen wirst das du das bist so wie du bist? Und das besonders ist!
liebe Grüße vom Laurinchen
"Die Traurigkeit ist das Los der tiefen Seelen und der starken Intelligenzen." Sagt Alexandre Vinet dazu.
AntwortenLöschenFenster auf, Vögel zwitschern hören und denken:
"Schlechte Laune, du kannst mich mal!"
Ich kann das Gefühl voll nachvollziehen. Letztendlich heißt es wohl durchhalten und es wird Zeiten geben, wo du besser zurecht kommst.
AntwortenLöschenDas mit dem Blick auf die Fehler ist ein guter Gedanke. Man kann es auch als eine Art "Positives Denken" bezeichnen... Es ist zwar wichtig, sich seiner Schwächen bewusst zu sein, aber sie sollten einen nicht beherrschen.
Sei lieb gegrüßt!