In letzer Zeit denke ich viel nach.
Über Dinge, die ich besitze, die mir fehlen, die ich brauche und die, die ich niemals bekommen werde.
Abends im Bett, denke ich nach und Tränen versinken im Kissen.
Manchmal ist es nötig sich in den Schlaf zu weinen. Es beruhigt. Tut gut, weil man sich all dem mal hingeben kann, ohne jemanden Rechenschaft ablegen zu müssen.
"Warum guckst du so traurig?" - Vielleicht weil ich es bin?!
Dann liege ich Abends im Bett und weine, weil ich es brauche. Tagsüber laufe ich durch die Welt mit einem Lächeln im Gesicht und frage mich, ob es überhaupt jemand sieht, wenn man unglücklich ist. Ich rede hier nun nicht von schlechter Laune, die ein paar Stunden, vielleicht auch mal einen Tag anhält. Nein, ich rede von dem Gefühl, was man hat, wenn einem das Glück vorenthalten wird oder permanent von einem davon rennt, als würde man ihm etwas Böses wollen.
Und dann denke ich weiter nach.
Entscheidet das Glück allein an wen es sich heftet? Wann es wieder abspringt? Und wie intensiv es sein wird?
Nun werdet ihr sagen, "Jeder ist seines Glückes Schmied.". Doch das bezweifel ich mittlerweile. Ich tue viel dafür. Manchmal hilft es. Dann gibt es ein kleines Zeitfenster, durch welches ich die Sonne sehen kann. Aber es ist klein und von kurzer Dauer. Das sind dann die Momente, die mir meinen Tag retten. Die mich dazu bringen ein Lächeln oder gar ein Lachen vorzuweisen. Es gibt viele kleine Dinge, aber sie formen sich niemals zu etwas Großem. Ihnen fehlt die Verbindung. Der Kleber ist wohl noch nicht gefunden. Doch langsam brauche ich diesen Kleber.
Normalerweise bin ich ein Mensch, der schnell zu begeistern ist, der spontan ist. Jemand der in der Lage ist permanent zu Lachen und es auch so meint. Doch in letzter Zeit ist es eben anders. Mir fehlt etwas.
Vielleicht liegt es auch daran, dass gerade alles irgendwie zerbricht. Gar nicht mal so plötzlich. Es ist ein schleichender Prozess. Einer, der mir hätte auffallen müssen. Vielleicht auch einer, den ich hätte verhindern können. Doch nun ist es einmal ins Rollen geraten. Und es scheint über mir einzubrechen.
Dies zu lesen erweckt bestimmt den Eindruck von einer Aufgabe, einer Selbstaufgabe. Das Erlöschen von Kampfgeist. Resignation. Doch das ist es gar nicht mal. Es ist nur die Offenlegung von momentanen Gefühlen. Es ist vielleicht auf eine Kampfansage. Denn weitergehen kann es so nicht. Wird es auch nicht. Sonst würde ich kaputt gehen. Der Schmerz würde sich noch viel tiefer einbrennen.
Und plötzlich Fragst du dich
Wann warst du zum letzten Mal glücklich?
Warum die Welt Welt ist
Vorbeisaust
Und dich manchmal platt macht
Mit ihrer Faust
[Fotos - glücklich eigentlich]
das Laurinchen
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