Ich selbst weiß nicht, was ich daran so faszinierend fand. Aber ich fing an zu schauen und schon der erste gesprochene Satz des Erzählers fesselte mich.
"Cecilia war die Erste, die ging."
Amazon-Beschreibung:
Jungs in der Nachbarschaft in einem amerikanischem Vorort der 70er haben es schwer. Sie leben Tür an Tür mit den schönsten Mädchen, die sie sich vorstellen können. Aber die tief religiöse Mutter und der introvertierte Vater schirmen die Töchter völlig ab, um sie vor den Gefahren der Pubertät zu schützen. Nachdem die 13-jährige Cecilia Selbstmord begeht, wird das Gefängnis für die Schwestern noch enger. Als der Herzensbrecher Trip Fontaine die Eltern dazu überreden kann, die Mädchen mit auf ein Schulfest gehen zu lassen, scheint sich die Situation zu verbessern. Doch als Lux nach einer Liebesnacht mit Trip erst am nächsten Morgen nach Hause kommt, trifft die Mutter eine verhängnisvolle Entscheidung. Die Ereignisse eskalieren...
Der Film ist einfach klasse. Man versucht wie die Nachbarsjungen dahinter zu kommen, was die Mädchen denken. Ihre Beweggründe zu verstehen. Man möchte verstehen, warum die Rebellion ausbleibt. Es entstehen so viele Fragen, weil man keinen Einblick in die Geschichte der 5 Lisbon-Mädchen Cecilia (13), Lux (14), Bonnie (15), Mary (16) und Therese (17) bekommt. Man weiß immer nur das, was die Nachbarsjungen von dem Fenster gegenüber wahrnehmen. Man erblickt immer nur die Fassade, die in der die bildhübschen Mädchen den Alltag bewältigen und sofort wieder zu Hause eintreffen. Die Strenge innerhalb des Hauses kann man nur ahnen.
Und dies fesselt. Man beginnt selbst Theorien aufzustellen. Man ist Teil der Nachbarn, die eine Vermutung nach der anderen aufstellen, um Erklärungen zu finden. Doch das "Warum" bleibt im Raum stehen.
Nach dem Film habe ich mir überlegt das Buch zu lesen, auf dem der Film basiert, in der Hoffung dort mehr Antworten zu finden. Vielleicht sind die Schilderungen von Jeffrey Eugenides in seinem Roman "Die Selbstmord-Schwestern" einfacher zu deuten und klären einige Fragen. Vielleicht versteht man dann die Gedankengänge und die Verzweifelung der jungen Lisbon-Mädchen.
liebe Grüße vom Laurinchen


