Ein Riss im Himmel von Jeannie A. Brewer
Zum Geburtstag bekam ich von einer Freundin dieses Buch geschenkt, mit den Worten "du wirst weinen". Und so war es. Die Tränen standen mir teilweise in den Augen. Sie rannen mir nie über die Wangen, aber sie waren da.
"Ein Riss im Himmel" beschreibt wie ein Riss in der Ewigkeit entstehen kann. Ein Riss, der niemals und von niemanden aufgehalten werden kann, bis etwas in diesen Riss stürzt.
Der Medizinstudent Eric Moro lernt die Künstlerin Alex Taylor kennen.Es ist liebe auf den ersten Blich. Beide verbindet eine tiefe Leidenschaft und wahre Liebe. Doch ihre Liebe wird durch einen einzigen Nadelstich erschüttert, denn es wird die Diagnose HIV-positiv bei Eric festgestellt. Sie kämpfen gemeinsam gegen die Krankheit und für mehr Zeit.
Das Buch ist wundervoll. Die Autorin Jeannie A. Brewer studierte selbst Medizin und ist als Ärztin und Autorin tätig. Dies erkennt man auch in ihren medizinischen Beschreibungen. Sie sind einfach, dennoch sehr fachspezifisch. Man versteht sofort. Sehr gefallen hat mir, dass man einen Einblick in die Gesellschaft bekommt. Die Krankeit Aids oder allein die Infektion, wird von der Gesellschaft bestraft. Man wird als Aussässiger behandelt. Ziele, Werte und Träume werden einem verwehrt. Es ist ein Kampf nicht nur gegen die Krankheit, sondern gegen den Rest der Welt. Es steckt so viel Herz und Schmerz in all diesen Worten und so viel Wahrheit, was eher erschreckend ist. Man hat das Verlangen in die Geschichte zu schlüpfen und die eigene Hilfe anzubieten. Das Buch ermittelt eine neue Sicht. Man sieht es mit anderen Augen und verwirft die Worte "Sünde" und "Schmutz" sofort. Diese Buch ist herzzerreißend und voller Liebe.
Ist der Himmel blau, so werde ich nun jedes Mal nach oben schauen, vielleicht entdecke ich dort in der Luft Buchstaben. Buchstaben die Träume symbolisieren. So wie Alex' Traum. Träume lassen sich realisieren, wenn man genug Tapferkeit und Mut besitzt. Mut zum Kämpfen und Mut zum Gehen.
Danke Dorina. Ein sehr schönes Buch, welches man ohne Mitgefühl nicht lesen kann.
Liebe Grüße,
das Laurinchen
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