Es war purer Zufall, reiner Zufall, dass ich meinen Blog wieder entdeckte.
Ich war auf der Suche nach einer Songzeile von Mikroboy und gab bei Google die besagte Textzeile ein.
Der dritte Vorschlag war mein eigener Block, in dem ich in einem Post mal genau diese Textzeile zitierte.
Also dachte ich mir, dass ich den Blog vielleicht doch wieder aufleben lassen könnte. Das nahm ich mir vor und überlegte über was ich nun schreiben könnte. Die Themensuche war leichter als gedacht, da mich momentan nur ein Thema sehr beschäftigt. Dieses ist das, bzw. mein Heimweh.
Heimweh ist ein Gefühl, was ich gerne fühle in einem gewissen Ausmaß. Ich mag es zu fühlen, dass ich zugehörig bin. Zugehörig zu einem Stück Familie, zugehörig zu einem Kreis, der sich Freunde schimpft. Man verlässt nun die gewohnte Umgebung, um dem Leben eine neue Wendung zu geben, die meist auf dem Durchsatz der Karriere basiert. So war es auch bei mir. Ich verließ die gute alte Heimat, um im Norden das Studium zu beenden. Nun sitze ich hier ohne Kontakte vorher gehabt zu haben und trauer der Gewohnheit hinterher.
Dank Facebook bin ich natürlich informiert, was meine Freunde zu Hause alles so treiben. Man verliert den Kontakt nicht und die Kommunikation steht. Aber ich muss jeden Tag sehen, was meine Freunde alles so ohne mich machen. Auch ihr Leben geht weiter. Sie erleben Dinge, die ich normalerweise miterlebt hätte. Das ist wohl die berühmte Konsequenz des des Auseinanderlebens. Es mitanzusehen ist sehr schwer.
Bei manchen fällt es mir leicht, sie ziehen zu lassen, da ich weiß, dass sie zu mir zurück kommen werden. Ich weiß, dass sie mich auch auf die Entfernung nicht verlieren möchten. Doch dann gibt es die Freundschaften, die man sich mühselig aufgebaut hat, um die man bangen muss. Ich bange gerade um einige Freundschaften. Ich habe Angst, dass ich nach der Zeit nach Hause zurückkehre und man erkennt mich nicht wieder. Dass sich meine Freunde weiterentwickelt haben, ohne daran zu denken, dass ich mal da war. Es sind die Freundschaften an die ich denke, bei denen ich immerschon das Gefühl hatte, dass meine Bemühungen der Kleber waren. Doch aus dem Norden hat man nicht die gleichen Möglichkeiten der Bemühnung. Und die Bemühungen scheinen nur einseitig zu sein. Das ist der Faktor, um den das gesunde Heimweh multipliziert wird. Leider.
Doch dagegen kann man nichts machen, außer offen zu sagen, dass man vermisst. Männer reagieren nur nicht auf das Wort "vermissen" und nehmen es auf die leichte Schulter. Heimweh kann nur durch Erlebnisse kuriert werden. Demnach werde ich mich voll und ganz in das Leben stürzen und mich der neuen Umgebung hingeben. In der Hoffnung, dass mich die alte Umgebung nicht vergisst und austauscht.
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