Das Leben ist wie eine Pusteblume: Wenn die Zeit gekommen ist, muss jeder alleine fliegen!

Sonntag, 19. Juni 2011

Laura allein zu Hause

Heute kommen meine Eltern wieder. Eine Woche war ich alleine. Zum Lernen und Protokolle schreiben, war diese Situation einfach hervorragend. Ich konnte essen, wann immer ich es mir machte, ich konnte meine Lernpausen einteilen, wie ich es sollte und wirklich spät noch am Schreibtisch sitzen, ohne das mir jemand sagte, dass ich auch mal aufhören könne zu lernen für heute. Eigentlich hat es nur seine Vorteile. Ich habe mich endlich getraut, die Waschmaschine zu bedienen. Ich habe mehr im Haushalt getan, als ich es sonst mache. Ich konnte mir kochen, was immer ich wollte. Und ich war so allein.

All diese Vorteile waren und sind mir immer noch egal, weil ich gemerkt habe wie alleine ich überhaupt in der der Zeit war. Wären meine Eltern zu einem Zeitpunkt verreist, indem auch ich Zeit gehabt hätte um Freunde zu besuchen und auszugehen, wäre es wohl anders gelaufen. Aber ich stecke tief in der Klausurenphase. Komme kaum noch zum atmen und schlafen. Der Lernstoff ist zu viel und ich muss ihn in gewisser Zeit bewältigt haben. Also war ich alleine zu Hause, wenn ich nicht gerade arbeiten war. Ich kam kaum an die Luft und wenn dann nur, um Getränke aus dem Keller zu holen, den Müll rauszubringen, oder Protokolle in die Uni zu bringen.

Kennt ihr das, wenn ich überfordert seid? Überfordert und einsam? Hat man so ein Tief, in dem man denkt, dass gar nichts mehr funktioniert, dann braucht man Menschen um einen. Menschen die wissen, was man gerade bewältigen muss. Aber es ist niemand da. Du schreibst oder sagst wie es dir geht, und diejenigen den du es erzählt hast, haben es nach 5 Minuten wieder vergessen.

So war es auch Freitag. Stress, Arbeit und Zahnschmerzen liefen zusammen. Ich drohe nicht schnell aufzugeben oder gebe zu, dass ich nicht mehr kann. An diesem Abend tat ich es. Die Tränen liefen und ich habe alles was ich gerade dachte und fühlte niedergeschrieben. Ohne Resonanz. Außer vielleicht "Zahnschmerzen?". Manchmal frage ich mich, wo das Mitgefühl, die Unterstützung, die Stärke ist, die notwendig ist von Außen. Und dann frage ich mich, ob ich auch solche eine Freundin bin. Die anwesend ist, und doch nicht sieht. Ob ich es vielleicht nicht anders verdient habe, alleine in meinem Tief zu hocken. Und darauf warte, dass meine Eltern wieder kommen, um mir zu helfen.

Das muss sich alles so verzweifelt und unselbstständig anhören. Als würde ich mein Leben nicht auf die Reihe bekommen. Als wäre ich labil und einfach nicht belastungsfähig. Dabei weiß ich, dass ich es sein kann, wenn die Umstände nicht so erdrückend sind. Und das sind sie gerade. Aber das versteht niemand.

Keine Ahnung, warum ich diese kleinen Zitate/Sprüche/Texte nun anhänge.

Sie gestern seit einigen Tagen in meinem Kopf rum. Sie sind mit einfach aufgefallen.

Deswegen poste ich sie einfach. Ich denke sie zeigen auf eine Art und Weise den Grad des Selbstzweifels.



Mache nie jemanden zu deiner Priorität, für den du selbst nur eine Option bist.


Was hat dich und dein Leben und dein Herz so zerfetzt?
Was bringen meine Worte, wenn du sie nicht hörst?
Was bringt meine Liebe, wenn du sie nicht spürst?
Warum können wir beide uns der Wahrheit nicht stellen?
Warum kann ich dieses Loch in deinem Herzen nicht füllen?


Liebe Grüße vom Laurinchen

1 Kommentar:

  1. die beste Freundin26. Juni 2011 um 12:30

    Schatz, greif doch bitte in solchen Momenten demnächst einfach zum Telefon oder zum Handy und wähl meine Nummer! Wofür hat man denn Freunde?! Du weißt doch, dass ich immer für dich da bin... :-*

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