Das Leben ist wie eine Pusteblume: Wenn die Zeit gekommen ist, muss jeder alleine fliegen!

Freitag, 30. April 2010

Drei einfache Worte

Drei Worte schwirren mir im Kopf herum. Manchmal varieren sie. Aber es ist immer die gleiche Struktur dieses einen kleinen Satzes. Und ihn zu deuten bereitet mir Schwierigkeiten.
Es gab eine Zeit, da habe ich beide Sätze still vor mich hingesagt, um sie mir einzuprägen, um mich selbst davon zu überzeugen, dass es so ist, dass ich so fühle. Es war ein Schutz.
"Ich hasse dich". Diese Worte sollten mich davon überzeugen. Sie sollten mir zeigen, dass "Ich liebe dich" nicht mehr ist. Dass man mich so verletzt hat, dass ich Liebe gar nicht mehr empfinden dürfte. Immer und immer wieder sagte ich mir, dass ich hassen würde. Doch irgendwann verschwamm alles. Und dieser Hass war nicht mehr gerichtet. Als er wieder klarer wurde, richtete sich der Hass gegen mich. Wieder hatte ich etwas falsch gemacht. Wieder machte ich es kaputt und dafür galt dieser Satz. Ich wollte niemanden hassen, außer mich. Denn gegen andere kann ich ein derartiges Gefühl nicht aufbauen. Auch wenn mir das Herz gebrochen wird und es sich anfühlt, als würde es nie wieder zusammenwachsen können. Ich könnte nie sagen, dass ich jemanden so verurteile, dass ein Gefühl von Hass entstehen könnte. Wie soll man auch die Eigenschaft des Verzeihens ausüben, wenn man das Gefühl nicht loslassen kann, was einem das Herz gebrochen hat? Ich habe es los gelassen. Mich weitergehasst. Mit der Zeit verzieh ich mir selbst. Das war der Zeitpunkt an dem mich meine Freunde hielten. Und ich war wieder frei. Und so fühle ich mich immer noch. Frei.
Doch jetzt setzen wieder diese Worte ein. Ich stehe an der Bushaltestelle, warte, höre Musik und die 3 Worte kehren zurück. "Ich liebe dich". Zuerst wusste ich nicht, was das zu bedeuten hat, weil das Gefühl der romantischen Liebe einfach nicht vorhanden ist. Doch dann wusste ich Bescheid. Der Halt existiert immer noch. Und er hält mich, solange ich liebe. Ich höre Musik, denke an meine Freunde, an die Momente mit ihnen, an die gemeinsamen Erlebnisse, an die Erfahrungen, die noch kommen werden. Ich lächle. Und das Gefühl der Liebe nistet sich in mein Herz. Noch nie zuvor hatte ich so viele Menschen um mich, auf die ich mich blind verlassen konnte.
Es ist also auch keine heimliche Sehnsucht. Der Wunsch, diese Worte von jemand anderen zu hören. Das ist es nicht. Es sind die drei Worte, die ich unentwegt durch und durch spüre.

Danke dafür. "Ich liebe dich"

Liebe Grüße,
das Laurinchen

Sonntag, 4. April 2010

"Wunden können Monster erschaffen." Bin ich verwundert?

Und wieder einmal ist es die Musik, die mir aus dem Herzen, der Seele, spricht und mich ganz allein versteht.
Einzelne Lieder, die ich höre, nur denke "jawoll" und beginne zu weinen.


Jennifer Rostock - Es tut wieder weh



Bosse - 3 Millionen


Warum sagen Songtexte oftmals so viel mehr an Wahrheit, als man sich selbst eingestehen möchte?
Genau das würde ich gerne sagen, doch es kommt einfach nicht über meine Lippen, wenn dies würde Schwäche bedeuten.

die allerliebsten schmerzlichen Grüße,
von dem
Laurinchen